Meniskus

Zunächst in chirurgischer und anschließend in internistischer Ausbildung, waren wir viele Jahre im Krankenhaus tätig. Diese fundierten Kenntnisse konnten wir als sehr gute Basis und exzellente Ergänzung in die radiologische und nuklearmedizinische Facharztausbildung mitbringen.

In der Radiologie und Nuklearmedizin haben wir nicht nur die modernste Diagnostik, die in der MRT, CT und Röntgendiagnostik möglich ist, erlernt und angewandt, sondern auch die vielfältigen Methoden der gezielten Therapie wie CT/MR gesteuerte Schmerz- und Gelenktherapie und Gelenkbehandlungen mittels RSO (Radiosynoviorthese).

Auf diesem Gebiet sind wir seit mittlerweile Jahrzehnten tätig und bilden uns nicht nur laufend fort, sondern entwickeln Therapiemöglichkeiten weiter und sind an wissenschaftlichen Kolloquien rege beteiligt.

Wir behandeln Schmerzen, die auf z.B. Arthrose basieren, Bandscheibenvorfälle mit Nervenreizungen, aber auch akute oder chronische Verletzungen z.B. an Menisken, Sehnen, Knorpel und Muskeln ohne Operation.

Diese Methoden und Technologien der gezielten Behandlung sind wissenschaftlich fundiert, was viele Veröffentlichungen seit Jahren beweisen. Auch aktuell laufende Studien weltweit demonstrieren den Erfolg.

Dadurch ist es uns gelungen, vielen Patienten zu Beschwerdearmut und -freiheit zu verhelfen und Verletzungen wieder zu kurieren.

Dank modernster Technologien und unserer langjähriger Erfahrung behandeln wir Sie ohne Operation! Diese konservative Herangehensweise hat sich sehr gut bewährt.

Wir haben eine Methode entwickelt, die den Riss im Meniskus fixiert und dazu beiträgt, dass dieser wieder zusammenwächst, sodass der Meniskus als Pufferscheibe erhalten bleibt und das Kniegelenk vor Arthrose schützt. Dies wird in örtlicher Betäubung, praktisch schmerzfrei, mit einer gezielten Spritze unter MRT Kontrolle erreicht, ohne OP und Narkose.

Die Intervention am Meniskus dauert ca. 30 Minuten. Die Nachbehandlung wird mit Ihnen individuell abgestimmt. Auch die Langzeitnachsorge unserer Patienten nach einem Jahr hat den Erfolg bestätigt – sowohl klinisch als auch mittels MRT-Kontrolle.

Die Menisken sind Faserscheiben, die innen und außen im Kniegelenk als Puffer zwischen dem Ober- und Unterschenkel wirken. Wenn sie reißen, ist ihre Form und Stabilität verändert, sodass das Gewicht sich negativ auf die Knorpelschicht der Knochen überträgt.

Wenn diese negativen Folgen zu lange oder zu heftig andauern, kommt es zum Verschleiß (Arthrose). Unsere Methode basiert auf der Wiederherstellung der Form und damit der Funktion des Meniskus.

Nach entsprechender Vorbereitung und örtlicher Betäubung wird eine spezielle Nadel in den Riss eingeführt und die Nadellage im dreidimensionalen, hochauflösenden Bild unseres offenen MRTs dargestellt. Jetzt wird der Riss mit einem Klebstoff, der in der Chirurgie seit drei Jahrzehnten bereits erfolgreich angewandt wird, ausgefüllt und verklebt. Damit wird der Meniskus von innen geschient und die aneinander geklebten Ränder wachsen wieder zusammen.

Vorteile unserer Methode:

  1. Ihr Meniskus bleibt vollständig erhalten und kann seine Schutzfunktion für Knochen und Knorpel wieder leisten. Dies ist zur Verhinderung einer Arthrose sehr wichtig. Entfernungen oder Teilentfernungen von Meniskusgewebe entfallen gänzlich.
  2. Eine Operation und damit das operative Risiko wird vollständig vermieden! Bei Operationen, auch Arthroskopien, besteht ein allgemeines OP-Risiko. Zudem sind mögliche Knorpelverletzungen an den Gelenkflächen oder auch Gefäß- oder Nervenverletzungen zu erwähnen.
  3. Das Risiko einer Allgemein-Narkose oder Rückenmarks-Narkose wird vollständig vermieden.
  4. Dies ist unter örtlicher Betäubung praktisch schmerzfrei.
  5. Dank des Eingriffs im MRT besteht keine Strahlenbelastung.
  6. Durch die sofortige Beweglichkeit sind Sie nicht eingeschränkt in Ihrem Alltag. Noch wichtiger – auch Ihre vorhandene Muskulatur baut sich dadurch nicht ab.
  7. Im Vergleich zu einem operativen Eingriff ist Ihr Zeitaufwand verhältnismäßig gering und planbar.

Welche Risiken bestehen bei dieser Methode?

Theoretisch besteht beim Einbringen dieser feinen Nadel ein geringes Infektionsrisiko. Seit über 20 Jahren ist es uns gelungen, dank hohen sterilen Standards und Anwendung von sterilem Einmalmaterial und Einmal-Kittel, Infektionen zu vermeiden.

Können alle Meniskusrisse damit behandelt werden?

Die allermeisten Einrisse können damit rekonstruiert werden. Ausnahmen sind die wenigen Meniskuszerreißungen mit ausgeprägter Dislokation. Ob ein Riss dafür geeignet ist, zeigt sich vorab im diagnostischen MRT (Kernspin).

Können alle Patienten damit behandelt werden?

Es gibt immer individuelle Risiken, die in unserem ausführlichen Aufklärungsgespräch mit Ihnen eruiert werden: z.B. bei Patienten mit Herzschrittmacher, wo der Eingriff aber auch im CT durchgeführt werden kann.

Welcher Kleber wird verwendet?

Wir verwenden mit Fibrin oder Thrombin international bekannte und führende Produkte, welche seit Jahren bei der Refixierung von Gelenkknorpel oder anderen operativen Eingriffen in vielen Ländern erfolgreich eingesetzt wurden.

Die Hersteller weisen darauf hin, dass auch hier trotz sehr sorgfältiger Herstellung und Reinigung sehr geringe Restinfektionsrisiken nicht gänzlich ausgeschlossen werden können. Selten können auch allergische Reaktionen auftreten. Dies haben wir aber bis dato trotz häufiger Anwendung nicht beobachten können.

Kann man unmittelbar nach der Therapie (Refixierung/ Meniskusklebung) Auto fahren?

Eine Beeinträchtigung des Beines entsteht in aller Regel nicht. Durch die örtliche Betäubung (Lokalanästhesie) am Knie sind Sie jedoch trotzdem nicht verkehrstüchtig, sollten also am Tag der Intervention nicht selbst Autofahren.