Offenes MRT

Offenes MRT in Bad Neuenahr-Ahrweiler

MRT steht für Magnetresonanztomographie bzw. das entsprechende Gerät, den Magnetresonanztompgraphen.

Überblick: Was ist eine MRT?

Eine MRT ist ein bildgebendes Verfahren, bei dem dreidimensionale Schnittbilder (Tomographien) erstellt werden. Die MRT-Untersuchung ist dabei für Sie völlig ohne Strahlenbelastung und deshalb gegenüber einer CT-/Röntgenuntersuchung grundsätzlich vorzuziehen. Insbesondere bei Untersuchungen der Weichteile bietet die MRT einen höheren Kontrast und somit auch besseres Bildmaterial.

Wie funktioniert eine MRT?

Eine MRT beruht auf dem Phänomen der Kernspinresonanz. Vereinfacht erklärt werden durch das Zusammenspiel eines starken Magnetfeldes mit Wechselmagnetfeldern bestimmte Atomkerne resonant angeregt, sodass sie eine Spannung abgeben. Diese lässt sich messen und visuell darstellen – als die bekannten MRT Bilder.
Da hierbei die beobachteten Teilchen selbst Spannung abgeben, gelten die klassischen Naturgesetze zum Auflösungsvermögen optischer Instrumente nicht. Die Wellenlänge der genutzten Strahlung muss daher nicht umso kleiner sein, desto genauer aufgelöst werden soll. Vielmehr können Wellen im Meterbereich (energiearme Radiowellen) verwendet werden.

Ihr Vorteil liegt auf der Hand: Im Gegensatz zu den bildgebenden Verfahren mit Röntgenstrahlung keine Strahlenbelastung.

Offener Magnetresonanztomograph?

Der klassische MRT, der ab Anfang der 80er Jahre die Radiologie revolutionierte, hat eine Tunnelbauweise.
Diese ist für den Patienten sehr eng. Die Untersuchung wird so unbequem und kann schlimmstenfalls je nach Statur oder Platzangst nicht stattfinden.

Für Patienten ohne Klaustrophobie beeinflussen diese Punkte vor allem den Komfort während der Untersuchung. Das offene MRT führt nicht nur zu einer angenehmeren Erfahrung, sondern auch dazu, dass der Patient sich weniger bewegt, also auch zu besseren Bildern. Gerade Kinder haben oft Angst vor der kalten, dunklen, engen und sogar lauten „Röhre“ und
bewegen sich entsprechend.
Für viele Patienten sind diese Punkte aber auch von größerer Bedeutung. Je nach Statur oder Platzangst scheiden Untersuchungen in klassischen Geräten aus, bzw. müssen durch erhebliche emotionale Belastung, bzw. medikamentöse Beruhigung ermöglicht werden.
Außerdem ist bei klassischer Bauweise der Patient für den Arzt unzugänglich. Behandlungen, die unter radiologischer Sichtkontrolle durchgeführt werden müssen, können so nicht im MRT, sondern müssen unter CT-Kontrolle stattfinden.

Entwicklungsschwerpunkte der Medizintechnik liegen deshalb auf offener Bauweise.
Die in den letzten Jahren erzielten Fortschritte sind wirklich herausragend! Mittlerweile gehören viele Behandlung unter MRT-Kontrolle zum gesicherten Stand der Technik und des medizinischen Know-how. Erprobt werden seit einigen Jahren sogar Operationen im Kernspintomographen.

Wir wollen Ihnen diesen Stand der Technik bieten und haben uns daher für ein MRT-Gerät mit offener Bauweise entschieden.

Dieser offene MRT lässt während der Untersuchung mehr Freiraum und ein freies Sichtfeld zu den Seiten hin. So wird das Engegefühl im Rahmen des technisch Möglichen maximal reduziert. Bei der Auswahl unseres offenen MRT-Gerätes haben wir auch darauf Wert gelegt, dass das Geräte-Design diese Freiräume optisch unterstreicht, um auch in dieser Hinsicht Engegefühl
möglichst zu vermeiden.

Zusätzlich haben wir ein Gerät gewählt, dass die Untersuchung auch im Übrigen komfortabel gestaltet. Unser MRT ist so leise, dass Sie auf einen Hörschutz verzichten und Musik über Raumlautsprecher hören können. Außerdem wird das Hauptmagnetfeld nicht durch Elektromagneten erzeugt (welche eine Supraleitung benötigen und deshalb sehr stark gekühlt werden müssen), sondern durch einen Permanentmagneten. Die Untersuchung findet deshalb bei Raumtemperatur statt und kältesensible Patienten müssen nicht frieren.

Insbesondere ergeben sich auch medizinisch mehr Behandlungsoptionen:
Manche Behandlungsmethoden erfordern äußerste Präzision und damit radiologischen Kontrolle während der Behandlung. So vor allem Schmerztherapien, die einen zusätzlichen Schwerpunkt unserer Tätigkeit bilden.
Diese geschehen herkömmlich unter CT-Kontrolle, also mit Strahlenbelastung. Unser offenes MRT-Gerät bietet hier deutlich mehr Handlungsspielraum.

Ob bei Ihnen nun medizinisch gerade eine Untersuchung in unserem Gerät indiziert ist (Platzangst, körperliche Einschränkungen, Ihr Kind hat Angst vor der lauten Tunnelbauweise), ob eine Behandlung unter MRT-Kontrolle durchgeführt werden soll, oder ob Sie einfach den größtmöglichen Komfort wünschen, wir beraten Sie gerne.

Untersuchungsablauf

Vorab werden Sie über die MRT-Untersuchung aufgeklärt. Bitte teilen Sie uns insbesondere mit, ob Ihnen medizinische Geräte implantiert wurden, oder ob Sie anderweitige
metallische Implantate haben.

Dann werden Sie von uns zu Ihrer Umkleide begleitet, wo Sie alle metallischen oder elektronischen Dinge ablegen können. Sie würden von dem Magnetfeld in den Tomographen gezogen und / oder beschädigt werden, bzw. Sie dabei verletzen.

Vor allem können Uhren beschädigt, bzw. Kreditkarten gelöscht werden.

Die Untersuchung dauert ca. 30 Minuten. Dabei können Sie Musik hören. Wenn Sie unter Platzangst leiden, können wir uns auch zu Ihnen in den Untersuchungsraum setzen, alternativ dürfen Sie gerne eine Vertrauensperson mitbringen. In jedem Fall erhalten Sie eine Klingel, sodass Sie zu jedem Zeitpunkt Kontakt aufnehmen können, und die Untersuchung notfalls sofort abgebrochen werden kann.

Nach der Untersuchung nehmen Sie kurz im Wartezimmer platz,
während wir die Bilder auswerten.

Die sich anschließende Befunderörterung bildet den Kernpunkt unserer Arbeit. Wir erklären Ihnen ausführlich das Bildmaterial und die Diagnose. Dabei ist es uns wichtig, dass sie persönlich wirklich verstehen worum es geht – die Diagnose und das Bildmaterial sollen gerade nicht nur über ihren Kopf hinweg an unsere Kollegen weitergeleitet werden. Deshalb nehmen wir uns viel Zeit, um auf Ihre Fragen einzugehen und insbesondere um zu klären, wie es weiter gehen soll. Wir stehen in Kontakt mit vielen Kollegen anderer Fachrichtungen, sodass Ihnen, wenn gewünscht, kompetente Ansprechpartner zur Verfügung stehen.

Selbstverständlich stehen wir auch im Nachhinein telefonisch oder persönlich bei Rückfragen oder weiterem Gesprächsbedarf zur Verfügung.

Das Bildmaterial und den Befund erhalten je nach Wunsch Sie und / oder Kollegen Ihrer Wahl.